Spinnen und mehr bei Jörg Dallmann
Fahrrad fahren erfreut sich seit Jahren einer wachsenden Beliebtheit. Vielleicht liegt es daran, daß seit einigen Jahren Gelder in die Planung von Radwanderwegen investiert werden und dabei einen großen Wert auf die Nähe zur Natur gelegt wird. Vielleicht liegt es auch daran, daß in einer immer schneller lebigen Zeit der Aspekt außer Acht gelassen wird, daß der Weg das eigentliche Ziel ist.
Auf dieser Seite möchte ich Euch vorstellen, welch schöne Radwanderwege es gibt, die sich teilweise über Hunderte Kilometer erstrecken. Dabei ist für jeden etwas dabei. Von ganz schön hart bis Anfänger geeignet. Jede, der vorgestellten Strecken habe ich selber befahren. Deswegen stelle ich Euch die nötigen Routen zur Verfügung mitsamt ein Tagebuchmitschnitt und meinen Photos. Ich gebe zu jeder Route nützliche Infos mit Angaben zur Schwierigkeit und vielem mehr.
Bevor man eine Fahrradtour durchführt, sollte man gut vorbereitet sein. Wer sich zum ersten mal dazu entschließt, der sollte zunächst sein Fahrrad auf alle technischen Funktionen durchchecken (Bremseneinstellungen, Reifenprofil...). Dann stellt sich die Frage, wie man das notwendige Gepäck verstauen will. Es ist enorm, was in Fahrradseitentaschen alles reinpaßt. Man sollte auf eine gleichmäßige Gewichtsverteilung (links/rechts) achten. Bei größeren Touren, wie ich sie mache, ziehe ich den Fahrradhänger den Fahrradtaschen vor. Das hat den Vorteil, daß man das Gepäckgewicht nicht am Fahhrad selber spürt. Außerdem eignen sich Fahrradhänger besonders dazu Zelte, Isomatten und andere sperrige Dinge zu befördern, die nicht in Fahrradtaschen passen würden. Ein weiterer Vorteil ist, daß man das Fahrrad mit Hänger leicht abstellen kann, ohne das es schnell umkippt. Einziger Nachteil: Wenn man alleinreisend ist und mit dem Zug fahren möchte, muß man das Fahrrad und den Hänger in das enge Gepäckabteil heben und anschließend gegen Verrutschen sichern. Auch die Treppen zu den Bahnsteigen muß man zweimal machen. Aber auch das ist die Mühe wert, wenn man einmal die Vorteile eines Anhängers selber erlebt hat. 1-Tagestrips mit dem Fahrrad erledigt man am Besten mit dem Rucksack. Dabei sollten die Riemen eng gezogen sein und der Rucksack am Rücken anliegen, damit es keine Scheuerstellen gibt.
Wie weit soll die Tour gehen?
Ist das Terrain für mich geeignet? (Höhenmeter, Distanz, Steigungen, Verkehrsaufkommen)
Muß ich Rücksicht auf nicht so starke Mitfahrer nehmen oder reise ich alleine?
In welcher Jahreszeit führe ich die Tour durch? (Gebirgspässe, Wetter, Temperaturen)
Ist Kartenmaterial von der Strecke vorhanden oder gibt es eine Streckenbeschilderung?
Wie reise ich an/ab? (Zug, mit Fahrrad, Auto)
Lege ich das Tourende terminlich fest? (Zugticket im vorraus buchen ist günstiger, aber man ist zeitlich gebunden)
Wie steht es um Übernachtungsmöglichkeiten? (Zeltplatz, Hotel, freie Natur)
Wieviele Tageskilometer mute ich mir zu ohne zu viel von mir zu erwarten?
Wo gibt es in der Nähe der Route größere Dörfer? (Wasservorrat, ärztliche Hilfe)
Habe ich die Ausrüstung vorher getestet? (Zeltaufbau testen, Gasvorrat, Isolation Schlafsack)
Wieviel Bargeld nehme ich mit?
Brauche ich... Medikamente, Zigaretten, Tampons/OB, bei Auslandsreisen Reisepass, andere besondere persönliche Dinge?
In warmen Sommernächten genügt eine Isomatte und eine Kunstoffplane aus dem Baumarkt, die Euch als Decke dient. Zelte halten lediglich den Wind und Tiere ab.
Isomatten sind oft die einzige Unterlage zum Boden. Dementsprechend sollte sie wenigstens 1 cm dick sein. Dünnere Matten sind schnell platt gelegen unter dem eigenen Körpergewicht. Ihr spürt jeden Stein.
Ist es kälter und man schläft auf einer Isomatte und im Schlafsack, sollte der Schlafsack eine Kapuze haben. Die meiste Körperwärme verliert man über den Kopf.
Bei einem Gewitter legt man sich wenn man nichts anderes hat auf die Isomatte oder Baumarktplane. Der Schutz ist größer, als wenn man in direkter Berührung mit dem Feuchten Boden steht.
Vor Überraschungen ist man nie sicher. Ich nehme kein auffälliges Messer mit. Ich habe auf meinen Touren immer eine Stecknadel im Shirt stecken. Eine kleine, sehr gemeine und effektive Waffe, mit der man im Notfall die Augen oder den Hals des Gegners angreifen kann.
Wenn Ihr euren menschlichen Bedürfnissen nachgehen müßt, meidet beim Hocken bewachsenen Waldboden. Dort tummeln sich Zecken. Ich hatte auch schon die Ehre. Ihr spürt erst ein paar Tage später etwas davon, nämlich wenn die Zecke an Körperumfang zugenommen hat. Entfernt sie mit einer Pinzette und quetscht das Tier nicht. Einfach vorsichtig rausziehen. Der Mhytos mit dem herausdrehen ist quatsch. Wenn sich nach Tagen ein roter Kreis um die Stichstelle gebildet hat, geht zum Arzt!
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Mosel Radweg: von der 2000 Jahre alten Stadt Trier entlang der Mosel bis zur Moselmündung in den
noch unbekannt Informationen zum Streckenprofil folgen
Saar Radweg: von Sarreguemines (Frankreich) entlang der Saar bis zur Saarmündung in die Mosel
noch unbekannt Informationen zum Streckenprofil folgen