Spinnen und mehr bei Jörg Dallmann
Arteninfo/ Spinnenbestand:

Acanthoscurria geniculata

Brachypelma albopilosa

Brachypelma boehmi

Brachypelma emilia

Brachypelma smithi

Brachypelma schroederi

Chilobrachys guangxiensis

Cupiennius salei

Cylosternum fasciatum

Heteropoda boiei

Megaphobema robustum

Nephila edulis

Poecilotheria fasciata

Poecilotheria regalis

Psalmopoeus cambridgei

Psalmopoeus irminia

Theraphosa blondi
Herkunft: Sri Lanka
Lebensart: baumbewohnend
Körpergröße (ohne Beine): 6-7 cm mittelgroße bis große Vogelspinne
Wesensart: schreckhaft bei Bedrohung, flieht schnell in den Unterschlupf, auch aggressiv
Beschreibung: Poecilotheria sind
die wohl am aufwändigsten gefärbten
und ohne Frage mit eine der schönsten
Vogelspinnen. Der Name Ornamentvogelspinne bezieht sich auf das Muster auf dem Abdomen. Von unten ist die Spinne gelb. Dies
dient insbesonders der Verteidigung, wenn die Spinne ihre Vorderbeine hochreißt als Warnfarbe. Das Gift dieser typisch, elegant
geformten baumbewohnenden Vogelspinne gilt als das Stärkste unter den Vogelspinnen. Trotzdem werden Poecilotherias oft von
Einheimischen wegen ihres Aussehens in ihren Häusern geduldet und sogar gefütttert. P. fasciata kann man als eine der wenigen
Vogelspinnenarten mit mehreren Tieren in einem Terrarium halten. Bei mehr als 2 Tieren sollte das Terrarium ensprechend
größer ausfallen, als angegeben.
Terrarium: 30 x 30 x 40
Einrichtung: Erde oder Borke etwa 5 cm in das Terrarium einfüllen und andrücken. Die Borke, die über der Erde liegt, dient den Spinnen zum "Zeltbau". Kletteräste sind ein wichtiger Bestandteil im Terrarium. Eine senkrechte Korkröhre dient den Spinnen als Versteck. Ein immer gefüllter Wassernapf darf nicht fehlen. Raumtemperatur reicht vollkommen aus. Eine Ecke des Terrariums sollte feuchter sein, als der Rest damit die Spinne auch einen anderen Klimabereich aufsuchen kann.
Eignung: Für den Anfänger oder Fortgeschrittenen Spinnenhalter geeignet. Die Bedinungen für die Spinne sind eine erhöhte Luftfeuchtigkeit. In dem Terrarium, daß ziemlich hoch ist, erreicht man das durch tägliches Sprühen. Das Problem für den Anfänger sehe ich in der schnellen Reaktionsfähigkeit der Spinne. Allerdings ist das kein großes Problem, wenn man mit etwas Vorsicht ans Werk geht. Schlimmer ist die stärke des Giftes und insbesondere Allergiker sollten eventuell von der Haltung von Poecilotherien absehen. Sehr interessant auch besonders für den Anfänger, aber auch jeden anderen Spinnenhalter ist die Gemeinschaftshaltung von mehreren Spinnen in einem Terrarium dieser Art.
Mein Nachzuchttier kaufte ich am 23.11.2008 bei Thomas Vinmann. Die Spinne befand sich zu dem Zeitpunkt noch in der 4. Fresshaut und hatte eine Beinspannweite von fast 2 cm. Eine Grünfärbung war noch nicht zu erkennen. Die Spinne wuchs innerhalb eines halben Jahres auf eine Beinspannweite von 15 cm heran, was mir noch nie in der Spinnenwelt in diesem Tempo zu Augen gekommen ist. Das Wachstum ist wirklich enormst schnell.
Die Spinne ist auch in allen anderen Belangen ein toller Pflegling. Ihre schnellen Atacken auf Beutetiere machen sie sehr interessant. Auch die Grünmusterung des Abdomens ist sehr schön. Es ist ein dankbarer Terrarienpflegling, der viel und oft Futter annimmt. Sie ist interessant zu beobachten und für jeden erfahrenen Spinnenliebhaber ein "Muss" in der Wunschliste. Ich würde dieses Tier gerne nachzüchten.
Mein Nachzuchttier habe ich von Vinmann in Krefeld für relativ 9 Euro gekauft. Das Tier war beim Kauf ein noch sehr kleiner Spiderling. Besser gesagt, habe ich sogar 2 Spiderlinge gekauft. Beim Transport ist der eine Spiderling allerdings über den anderen hergefallen und hat diesen aus Beutetrieb oder aus Stress verspeist. Nunja, das ist Schicksal und so erfreue ich mich an dem einen Tier, was übrig ist. Diese Erfahrung sollte auch nicht von einer Gemeinschaftshaltung abraten. Normalerweise passiert so etwas nicht. Wie gesagt, die Tiere waren im Stress.
Mittlerweile ist der verbliebene Spiderling zur juvenilen Spinne herangewachsen und ist aus dem Gröbsten raus. Futter wird auch sehr gut angenommen und ein Versteck wurde relativ schnell im oberen Terrariumbereich gebaut. 05/11 - Das Tier ist nahezu adult, allerdings bekomme ich es nie vor die Kamera, weil P. fasciata äußerst schau bei Licht ist. Dabei steht das Terrarium in einer recht dunkelen Ecke im Raum. Auf die Jagd geht die Spinne fast nur mitten in der Nacht und bleibt auch nie weit vom Gespinnst entfernt. Bei der kleinsten Störung zieht sich die Spinne ins Netz zurück. Ich hoffe, daß ich bald ein paar Bilder dieser schönen Art liefern kann. P. regalis verhält sich wesentlich ruhiger und ist nicht so hektisch im Rückzug.
Hunger nach Häutung 07/09 endlich vor die Kamera bekommen 05/11 leider viele Reflexionen 05/11