Spinnen und mehr bei Jörg Dallmann
Arteninfo/ Spinnenbestand:

Acanthoscurria geniculata

Brachypelma albopilosa

Brachypelma boehmi

Brachypelma emilia

Brachypelma smithi

Brachypelma schroederi

Chilobrachys guangxiensis

Cupiennius salei

Cylosternum fasciatum

Heteropoda boiei

Megaphobema robustum

Nephila edulis

Poecilotheria fasciata

Poecilotheria regalis

Psalmopoeus cambridgei

Psalmopoeus irminia

Theraphosa blondi
Herkunft: Kolumbien
Lebensart: unterirdisch
Körpergröße (ohne Beine): 7 cm mittelgroße bis große Vogelspinne
Wesensart: flüchtet bei der kleinsten Störung, setzt sich aber auch zur Wehr
Beschreibung: stark behaarte orangefarbene Vogelspinne, die eine schöne Färbung aufweist. Auffällig sind die sehr kräftigen Hinterbeine, die auf das Grabverhalten der Spinne hindeuten. Beine sind ebenfalls orange gefärbt und das gesamte Erscheinungsbild der Spinne wirkt sehr bullig und kräftig
Terrarium: 30 x 40 x 20
Einrichtung: Erde, ruhig ein wenig tonhaltig 10 cm oder nach Möglichkeit noch mehr in das Terrarium einfüllen und andrücken. Man kann dem Tier eine Höhle mit den Händen vorbohren. Um die Spinne später zu beobachten ist es sinnvoll die Vorgrabung an der Frontscheibe vorzunehmen. Ein immer gefüllter Wassernapf darf nicht fehlen. Mit einer Terrariumbeleuchtung tun Sie dem Tier keinen Gefallen, da es unterirdisch lebt und das Licht scheut. Besser ist eine Lampe, die man zur Beobachtung des Tieres manuell ein- und ausschaltet. Die Luftfeuchtigkeit kann um die 80% liegen und somit der Bodengrund ein wenig feucht sein. Auf keinen Fall so feucht halten, daß die Scheiben von innen beschlagen. Eine Ecke des Terrariums sollte feuchter sein, als der Rest damit die Spinne entscheiden kann, wo sie sich aufhält.
Eignung: Für den couragierten Anfänger oder Fortgeschrittenen geeignet. Die Bedinungen für die Spinne sind mit etwas Kontrolle leicht zu schaffen und zu halten. Ein Grund weshalb ich diese Spinne keinem Anfänger als Erstspinne empfehele, ist die zurückgezogene Lebensweise der Spinne. Einem Ersthalter wird solch eine Spinnenart sehr schnell zu langweilig (auch wenn sie ohne Frage wunderschön ist). Es gibt wesentlich mehr zu sehende Spinnenarten, die einem Spinnenneuling mehr Freude bereiten werden. Ich habe das Tier schon zeitweise für ein ganzes halbe Jahr nicht zu Gesicht bekommen, bis es schließlich zum Nahrungserwerb aus seinem Bau herauskam.
Mein Tier kaufte ich in Hamm auf der Messe. Das Tier begann wenige Tage nach dem Einsetzten in das Terrarium mit dem Graben. Ein Korkstück in der Erde und eine kleine Furche in der Erde genügte, um der Spinne einen Unterschlupf anzubieten, den sie auch dankend annahm und zu einer Höhle ausbaute. Das Fressverhalten ist gut. Die Spinne nimmt gerne Futter, wobei sie bei wirklich erst langanhaltender Ruhe aus dem Bau kommt. Oft ist es passiert, daß ich regungslos lange wartete und durch einen Schatten oder ein minimales Geräusch die Spinne wieder verscheucht habe. Wenn sie Beute macht, dann geschieht es sehr schnell. Sie überfällt das Beutetier quasi, um dann schnell wieder den Schutz der Höhle aufzusuchen.
komplettes Terrarium 03/07 Portrait 03/07 in ausgebaute Wohnhöhle geknippst
nach ca. 2 Häutungen 07/09 stark gewachsen 07/09 dichte Behaarung 07/09
Portait 07/09 Heckansichten 07/09